Umbau 2015

Nach unserer Schottlandtour und dem „Buschtaxitreffen“ 2014 ergeben sich aus der Praxis weitere Schritte.

Um auch auf einer längeren Reise, etwas komfortabel zu wohnen, haben wir uns nach einiger Diskussion entschlossen, einen verlängerten Heckaufbau montieren zu lassen. Dieser bietet uns dann zumindest soviel Platz, dass man sich an regnerischen „Drinnen-Tagen“ nicht auf den Füßen herumtritt. Ausserdem haben wir jetzt die Möglichkeit, bei geschlossenen Dach zu zweit unten im Fahrzeug zu schlafen, was sich bei der Alpentour bereits bewährt hat.

Auch die Erweiterung des Stauraumes war für einen gewissen Grundkomfort notwendig. Der Ausbau bietet einen integrierten Kühlschrank, eine verbesserte elektrische Anlage, die wir auch aus der Erfahrung unserer Alpentour 2015 bis 2016 weiter optimieren lassen.

Das bedeutet u.a. einen leistungsfähigeren 2000 W-Spannungswandler für die Nutzung eines Elektrokochers, die Erweiterung der Versorgungsbatterie-Kapazität auf mindestens 300 Ah, den Einbau eines Dieselkochers anstelle des Gaskochers (mit den 2 kleinen 2-Liter-Gasflaschen kämen wir bei längeren Reisen nicht weit und müssten ständig Ausschau nach Gasfüllmöglichkeiten halten. Selbst Weltenbummler mit größeren Fahrzeugen und Wohnmobilen und damit auch größeren Gasflaschen raten mehr und mehr zu Alternativen, inbesondere dann, wenn man plant, irgendwann auch ausserhalb Europas unterwegs zu sein. So finden wir auch in den „großen“ Expeditionsfahrzeugen jetzt Petroleum-, Spiritus – oder Elektrokocher.

Für das Kochen „draußen“, was wir ohnehin nach Möglichkeit preferieren, entscheiden wir uns für Benzinkocher (höhenunabhängig zu betreiben, Brennstoff überall zu haben, relativ sturmfest, leicht, wartungsarm).

Ausserdem ersetzen wir die MT-Bereifung durch All-Terrain-Reifen, die auch auf nassen Straßen und insbesondere bei Frost und Schnee einen besseren Grip bieten.

Technische Mängel:

Trotz allem Positiven mussten wir leider auch zur Kenntnis nehmen, dass die technische Zuverlässigkeit des jetzt gerade mal 140.000 km gefahrenen „Buschtaxis“ doch nicht so selbstverständlich ist, wie wir dachten. Neben den oben erwähnten Problemen mit dem Kupplungsgeberzylinder hatten wir in den Alpen Probleme mit den offensichtlich für diese Zwecke und für dieses Fahrzeuggewicht zu schwach ausgelegten Bremsen. Der Dieselfilter musste mitten in den Alpen nach gerade 10.000 km Laufzeit ausgewechselt werden. Angeblich soll schlechter Sprit Schuld sein, aber in Europa? Ich glaube da nicht so recht dran. Ich fahre schon seit 20 Jahren mit Diesel, außer zu den normalen Tauschintervallen musste nie ein Dieselfilter getauscht werden. Insgesamt drei mal fliegen uns im Herbst 2015 aus unerklärlichen Gründen alle drei Keilriemen um die Ohren – nach Werkstatt angeblich Materialfehler? Wahrscheinlich ausgelöst durch trotz mehrfacher Auswuchtung offenbar „in sich eiriger“ AT-Reifen haben wir bei bestimmten Geschwindigkeiten mehrfach teilweise so ein heftiges Vibrieren in der Vorderachse, dass das Auto kaum noch beherrscht werden kann .
Eine Werbung für Toyota und auch für unsere Fahrzeugbauer- und Techniker ist das zumindest aus fahrzeugtechnischer Sicht derzeit nicht…. Wir hoffen, es wird bis 2016 besser.